Psychoanalyse
Die Couch von Sigmund FreudDie historisch gesehen erste Methode der Psychotherapie. Sie wurde vor 100 Jahren von Sigmund Freud entwickelt. Sie hat seitdem eine stürmische Weiterentwicklung erfahren.

Das Ziel der Psychoanalyse ist die Auflösung von Symptomen und Störungen durch Aufklärung der unbewussten Phantasien, die dahinter stehen.

Dazu wird das Phantasieleben besonders gründlich betrachtet.

Ein Ziel ist die Aufklärung der Prägungen in der Kindheit.

Die psychoanalytische Arbeit findet überwiegend im Liegen auf der Couch statt. (Das Bild zeigt die berühmte Couch von Sigmund Freud, die heute im Freud Museum in London steht).

Die Psychoanalyse ist recht aufwändig. Damit sich der Prozess richtig entfalten kann, sind mehrere Stunden in der Woche über mindestens zwei Jahre erforderlich. Damit kann eine besonders intensive Bearbeitung des Erlebens und der unbewussten Hintergründe erreicht werden.

Wenn eine Psychoanalyse zu aufwändig erscheint, kann der Patient eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie aufnehmen.

Die Psychoanalyse hat über 100 Jahre theoretischer Entwicklung hinter sich. Dabei haben sich verschiedene Schulen herausgebildet und auch eine nur noch schwer zu überschauende Vielfalt. Ich persönlich stehe der Objektbeziehungspsychologie der sogenannten Middle Group der britischen psychoanalytischen Vereinigung (Winnicott, Balint, Bowlby) und der modernen Selbstpsychologie, insbesondere der Intersubjektivität, die die Arbeit an der Beziehung in der Begegnung in den Mittelpunkt der Psychoanalyse stellt, nahe.

Einige Informationen zu Sigmund Freud erhalten Sie im Museum.