Regeln und Aufklärung
Therapievereinbarung bei der Einleitung einer Psychotherapie
                                 
Es soll eine psychodynamische Psychotherapie durchgeführt werden.
Eine Aufklärung hat stattgefunden. (Hinweis, dass Psychotherapie meist hilfreich ist, aber mitunter nicht hilft, Verschlechterungen möglich sind und manche Patienten auch Entscheidungen trafen, die sie später bereut haben. Nachteile im Bereich der Versicherungen (Private Krankenversicherung, Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung).
Die Psychotherapie stellt einen geschützten Raum bereit, der ein offenes Gespräch möglich macht. Diese strenge Schweigepflicht macht es erforderlich, dass Anfragen von Krankenkassen oder Rentenversicherungsträgern nur wenig aussagekräftig beantwortet werden (Mitteilung einer Diagnose. Ich kann Sie daher auch in Angelegenheiten des Sozialstaats wie Krankschreibungen, Rentenantrag in der Regel nicht unterstützen – das ist Aufgabe des Hausarztes. Eine Psychotherapie ist kein Grund für eine Krankschreibung!
Ich bitte Sie um das Ausfüllen eines Fragebogens. Einen ähnlichen Fragebogen werde ich Ihnen während und nach Abschluss der Behandlung ebenfalls zum Ausfüllen geben. Ein Fragebogen wird ein Jahr nach der Behandlung versandt. Die Ergebnisse bleiben in meiner Praxis und dienen mir als Rückmeldung für meine Tätigkeit.
Ferien: Die Praxis wird in allen Schulferien pausieren (in den Sommerferien 4 Wochen). Die Ferien werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Das Ende der Behandlung wird einvernehmlich abgesprochen.
Wenn Sie dreimal nicht kommen, ohne abzusagen, vergebe ich die Stunde neu. Wenn Sie über eine längere Phase (mehr als drei Sitzungen) nicht können, müssen wir darüber sprechen, entweder in der Praxis oder telephonisch.
Die Psychotherapie wird bei der Krankenversicherung beantragt. Hierzu wird ein anonymer Bericht an einen auswärtigen Gutachter gesandt. Nach Abschluss einer Kassenversicherungs-Finanzierung kann die Therapie privat fortgesetzt werden.
Es ist erforderlich, dass Sie regelmäßig kommen. Wenn es einmal nicht geht, sagen Sie bitte so früh wie möglich ab (der Anrufbeantworter ist immer eingeschaltet). Absageregel: in der Einzeltherapie: Wenn Sie bis 10 Uhr am Vortrag absagen, ist das früh genug. Wenn Sie nicht oder zu spät die Stunde absagen, dann muss ich Ihnen ein Ausfallhonorar von 50 € (Sozialtarif:  30 €) berechen – und zwar unabhängig vom Grund, denn die Krankenkasse zahlt nur, wenn Sie kommen. Das ist Ihr finanzieller Beitrag an der Therapie, der in der Realität nur selten fällig wird – zum Beispiel, wenn Sie ganz akut Grippe haben.


Therapie- Zusatzvereinbarung bei der Gruppentherapie
Für eine Gruppenpsychotherapie ist ein regelmäßiger Besuch sehr wichtig und der muss daher von Ihnen zugesagt werden. Wenn Sie nicht können, erwarte ich eine Absage.  
Sie bekunden mit der Unterschrift, dass Sie die Schweigepflicht anerkennen und nichts, was Sie in der Gruppe erfahren, nach Außen tragen.
Ich muss Ihnen bei der ausgefallenen Sitzung ein Ausfallhonorar berechnen und zwar unabhängig vom Grund, denn Sie belegen einen Platz bei mir, für den die Krankenkasse nur zahlt, wenn Sie kommen. Es ist ein deutlich reduziertes Ausfallhonorar: statt der 40 €, die ich von der Kasse bekomme, berechne ich Ihnen 25 € (Sozialtarif 17,50 €) für eine ausgefallene Gruppenpsychotherapie-Sitzung.  
Wenn Sie dreimal fehlen, ohne abzusagen, vergebe ich den Platz neu.
Wir können gegebenenfalls auch eine Pause verabreden. Dann kann ich über den Platz verfügen und Sie später wieder in die Gruppe nehmen.
Üblicherweise wird bei Gruppen-Psychotherapie in langen Zeiträumen gerechnet.
Die einseitige Kündigung hat eine Frist von 2 Wochen, d.h. es sollen noch 2 Sitzungen nach der Kündigung abgehalten werden.